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Sternstunden im Advent - Eine kleine Weihnachtsgeschichte - 8. Dezember

Die königlichsten Tiere

Als es Zeit wurde, dass Maria und Josef eine Herberge suchten um ihr Kind zu bekommen und sie nur in einem Stall unterkamen wurde der Esel davor festgebunden. Der treue Esel hatte Maria die ganze Strecke von Nazarethnach Betlehem getragen, auch wenn ihm manchmal die Last schwer wurde, so beschwerte er sich nie, denn er fühlte, dass er eine wertvolle Fracht trug und das traute Paar behandelte ihn auch gut und sorgten trotz ihrer Armut immer gut für ihn.

Als der Esel so vor dem Stall wartete erschienen 3 Könige auf Kamelen und hielten vor dem ärmlichen Stall. Der Esel wich respektvoll zurück, als die drei großen Tiere direkt neben ihm stehen blieben. Verächtlich sahen sie das Langohr an und lachten „Was schaust du so, noch nie ein königliches Tier gesehen? Wir kommen aus dem Morgenland mit unseren Herren, diese sind Könige, die in diesem Land den höchsten König suchen um ihm Geschenke zu reichen. Ein eigener Stern führt uns!“ Der Esel wich nur scheu zurück ohne zu wissen was er antworten sollte.
Da meinte eines der Kamele „Lass‘ doch den dummen Esel, das Wichtigste was er jemals getragen hat war wahrscheinlich ein Mehlsack!“ - Da lachten die Kamele und dem geduldigen Esel wurde es zu bunt. 

„Ich hatte eine wertvollere Fracht als ihr!“ rief er. „Ach,“ lachten die Kamele, „das glaubst du doch selbst nicht! Wir haben nicht nur die Könige, die wir tragen, sondern auch wertvolle Geschenke und Gaben, wir haben Myrrhe, Gold und Weihrauch mitgebracht.“ „Und ich habe Maria mit ihrem ungeborenen Kind über Stock und Stein getragen, habe bei jedem Stein darauf geachtet, dass es nicht zu viel holpert und dass die Mutter sanft über die Wege getragen wurde - und ein ungeborenes Kindlein ist mehr wert als euer Gold.“ Doch die Kamele schüttelten nur überheblich den Kopf, und sprachen „Wir sind wahre Königstiere, denn wir dienen den Herrschern unseres Landes und du bist und bleibst ein Bauerntier.“ 

Da kam Josef aus dem Stall, tätschelte den Esel hinter den Ohren und sprach „Mein guter, treuer Gefährte, komm‘ bitte mithinein, das Kind ist geboren und wir brauchen dich um ihn zu wärmen.“ Da wurde es dem Tier ganz warm ums Herz und er vergaß den Streit mit den Kamelen.

Inzwischen waren auch die Könige zurückgekommen, die in der Umgebung auf der Suche nach dem neuen König waren. Da zeigte einer von ihnen auf den Stern, der nun direkt über der Hütte stand und rief „In diesem Stall sind wir richtig. Kommt nehmt die Geschenke, die wir dem Kindlein, dem wahren König überbringen wollen.“ Und sie traten in den Stall. Ungläubig blickten sich die stolzen Kamele an und lugten durch das kleine Fenster und sahen, wie ein Kindlein in einer Krippe lag umgeben vom Esel und einem Ochsen, und ihre Könige knieten vor dem Kindlein und brachten ihre Geschenke dar. Beschämt senkten die edlen Tiere ihre Köpfe und leise sagte das jüngste Kamel „Ich glaube der Esel ist wohl ei wahres, königliches Tier, wenn es den König sogar wärmen darf. 

(Manuela Machner)

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